Dissoziative Identitätsstörung
Die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) tritt oft auch unter dem Begriff multiple Persönlichkeitsstörung (MPS) auf, da sie das Vorhandensein zweier oder mehrerer Persönlichkeiten bzw. Identitäten bei einer einzigen Person bezeichnet. Die Ursache hierfür ist meistens sexueller Missbrauch in der Kindheit. Es wird angenommen, dass die Aufspaltung der Persönlichkeit eine Möglichkeit darstellt, mit dem Trauma umzugehen. Die Behandlung ist sehr lang anhaltend und zielt vordergründig auf die Stabilisierung der Patienten für den Alltag. Des Weiteren wird innerhalb der Therapie das Kennenlernen und die Kooperation zwischen den verschiedenen Identitäten initiiert und gefördert, damit irgendwann alle Teilidentitäten in die Persönlichkeit integriert werden können. Auch die Traumabewältigung ist ein wichtiger Bestandteil bei der Behandlung der DIS.