Südamerikanische Trypanosomiasis

Die südamerikanische Trypanosomiasis ist eine Infektionskrankheit, die durch Parasiten, Trypanosomen, verursacht wird, welche durch den Stich der Tsetsefliege übertragen werden. Die Krankheitserreger befallen sowohl Menschen als auch Tiere und die Symptome der Erkrankung äußern sich in drei Phasen. Während des Anfangsstadiums, drei bis zehn Tage nach dem Einstich, entstehen an der Einstichstelle eine Schwellung, eine Rötung und Schmerzen, die von selbst wieder abheilen. Im zweiten Stadium vermehren sich die Parasiten und breiten sich über die Lymph- und Blutwege aus. Dabei kommt es zu Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen, die sich mit beschwerdefreien Phasen abwechseln und Lymphknotenschwellungen. Darüber hinaus kann es zu Schwellungen im Gesicht und an den Beinen, Juckreiz, Gewichtsverlust und zu Vergrößerungen der Milz und der Leber kommen. Während des Endstadiums befallen die Parasiten das zentrale Nervensystem, was schwere Schlafstörungen (Schlaflosigkeit und ein starkes Schlafbedürfnis), Sprach-, Geh- und Koordinationsstörungen, Störungen der Nahrungsaufnahme und infolge dessen einen rapiden Gewichtsverlust, Krämpfe und Entzündungen des Gehirns und des Rückenmarks zur Folge hat. Unbehandelt geht die Erkrankung tödlich aus. Die Behandlung muss stationär stattfinden und seid 1990 gibt es dagegen auch ein relativ nebenwirkungsfreies Medikament.
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